Umsetzung Solvency II mit zeb.control

Referenz GRAWE

Die Grazer Wechselseitige Versicherungsgruppe (GRAWE Group) ist ein traditionsreicher österreichischer Versicherungskonzern. Die Gruppe beschäftigt rund 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 14 zentral- und osteuropäischen Staaten. Als sechstgrößter Versicherungskonzern Österreichs verbindet sie Länder und Menschen sowie Banken und Versicherungen zu einem dichten Netzwerk. Im Rahmen eines Projekts stellte die GRAWE Group die Umsetzung der Solvency-II-Anforderungen für neun nach EU-Recht meldepflichtigen Versicherungsgesellschaften (solo) sicher. In dem Gruppenprozess wurden außerdem neun weitere Versicherungstochtergesellschaften aus dem Nicht-EU-Raum, ein Bankenkonzern und eine Immobilienholding mit einbezogen.

1. Konsequent: Die Umsetzung

Um die komplexen fachlichen, prozessualen und datentechnischen Anforderungen zu erfüllen, suchte die GRAWE Group eine mandantenfähige Solvency-II-Software. Die Lösung sollte unter anderem folgende Anforderungen erfüllen: Abbildung von Kompositgesellschaften, Revisionssicherheit, integrierte Prozesssteuerung, durchgängige Ablaufdokumentation im System, Mehrnutzerfähigkeit, Rollen- und Rechteverwaltung sowie Mehrsprachen- und Mehrwährungsfähigkeit. Die Realisierung des langfristigen Zielbildes, der integrierten Solvency-II-Lösung für alle drei Säulen, wurde im Auswahlprozess mitberücksichtigt. Nach erfolgreicher Teststellung erhielt zeb den Auftrag zur Einführung von zeb.control.regulatory Solvency II.

2. Wirkungsvoll: Die Ergebnisse

zeb.control.regulatory Solvency II Säulen 1 und 3

Die Einführung von zeb.control.regulatory Solvency II startete Anfang 2014 mit dem Ziel, die meldungsrelevanten Daten frühzeitig zu identifizieren und Schnittstellen mit Vorsystemen abzustimmen. Die im Solvency-II-Rechenkern von zeb.control enthaltenen umfangreichen Kalkulationsmöglichkeiten gingen in die Zielarchitektur der GRAWE ein und lösten zuvor manuell durchgeführte Bearbeitungsschritte ab. Zudem wurden kundenindividuelle Algorithmen gemeinsam durch GRAWE und zeb entwickelt und in die Software-Lösung übernommen.

In dem Projekt wurden die Verantwortlichkeiten der Abteilungen und Fachbereiche bezüglich Datenzulieferungen, QRT-Freigaben und Gesamtmeldungen entlang des in zeb.control implementierten Prozessmodells festgelegt. Aufbauend auf den Projektergebnissen der GRAWE AG Österreich als größte und komplexeste Gesellschaft der Gruppe wurden in einem zweiten Projektabschnitt Schulungen der Auslandsgesellschaften zur Bedienung der Software und zu den Solvency-II-Anforderungen im Allgemeinen durchgeführt. In mehreren Auslandsgesellschaften kommt zeb.control nun in englischer Version zum Einsatz. Die Generierung weiterer sprachlicher Versionen ist durch den Austausch von Dictionary-Tabellen möglich.

zeb.control.regulatory Solvency II Säule 2

Um den Anforderungen der Säule 2 gerecht zu werden, sind Projektion und Management von Risiken über eine mehrjährige Planungsperiode hinweg von hoher Bedeutung für die GRAWE Group. Neben der Säule-1-Sicht (SCR-Standardformel) werden hier wesentliche Risiken durch unternehmensinterne Verfahren quantifiziert (Säule 2: Own Solvency Needs, OSN). Kurzfristige Anfragen des Vorstandes bezüglich der risikoseitigen Auswirkung geschäftspolitischer Entscheidungen werden dabei zeitnah quantifiziert. Die Software zeb.control.regulatory Solvency II Säule 2 ermöglicht es der GRAWE, diese ORSA-Herausforderungen auf Solo- und Gruppenebene zu bewältigen (vgl. Abb. 1).

ORSA-Herausforderungen auf Solo- und Gruppenebene

3. Zukunftssicher: Ausblick und Fazit

Die Solvency-II-Meldungen der Preparatory Phase konnten für die dazu verpflichteten EU-Gesellschaften und die GRAWE Group innerhalb der gesetzlichen Meldefristen erfolgreich durchgeführt werden. Ein zentraler Erfolgsfaktor dafür war die zeitnahe Bereitstellung von Software-Updates für Änderungen der aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen (Säule-1-Kalkulation, Säule-3-Taxonomie, insbesondere EIOPA-Filing Rules und Validierungsregeln).

Basierend auf dem GRAWE-individuellen Risikoprofil und den internen Quantifizierungsmethoden liefert zeb.control.regulatory Solvency II Säule 2 eine vergleichende Analyse von SCR-Risikowerten und Sensitivitätsanalysen zur Identifikation der Relevanz von Risiken. Die Projektionsfunktionalitäten der Software ermöglichen der GRAWE eine konsistente Projektion von Solvenzbilanz, Eigenmitteln und Risiken sowie Stresstests und Szenarioanalysen. Im Gruppenmodul führt die GRAWE in einem effizienten Konsolidierungsansatz projizierte Solo-Ergebnisse und Ergebnisse der letzten Gruppen-Jahresmeldung zusammen und stellt diese im jährlichen ORSA-Bericht für die GRAWE Group dar.

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Claus Peter Hendricks

Senior Manager

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Alexander Riesner

Manager